Pinot Noir

Viele sagen, der Pinot Noir ist eine Diva. Das können wir in jedem Fall bestätigen. Lässt man sich jedoch auf sie ein und kümmert man sich voller Liebe um diese Rebe, wird man in mehrfacher Hinsicht belohnt.

Besonders die anspruchsvollen französischen Genetiken legen ein ausgesprochen divenhaftes Verhalten an den Tag. Erst wollen die Reben nicht aufrecht wachsen, dann blühen sie schlecht und verrieseln. Zum Schluss bilden sie noch kleine kompakte Trauben aus, die ein erhöhtes Fäulnisrisiko haben. Doch wenn man sich mit dieser Diva unheimlich viel Mühe gibt, die Triebe gerade stellt, die Trauben halbiert, sich in liebevoller Handarbeit um die Reben kümmert und zum richtigen Zeitpunkt liest, kann etwas wundervolles herauskommen: Feine samtige Weine, die intensiv, puristisch und elegant sind.

Die Rebsorte kommt ursprünglich aus dem Burgund, wo Mönche vor hunderten von Jahren begannen sie zu kultivieren. Kein Wunder werden dort auch heute noch die Pinot Noirs gemacht, die uns am meisten inspirieren und faszinieren. Hier wird auf beeindruckende Weise demonstriert, was hinter der Weinbegrifflichkeit „Transparenz“ steht. Im gewissen Sinne die Ehrlichkeit, wenn das intensive Genusserlebnis dadurch entsteht, dass die Herkunft in Aromen und Geschmack auf wundervolle Weise durchscheint.

Die Fruchtopulenz des Pinot Noirs wird auf den geeigneten, wertvollen Böden zur Balance gezügelt durch Mineralität, manchmal Rauchigkeit, etwas Säure, Kühle und Struktur. Etwas ganz Banales wie Süße und Kirschfruchtigkeit wird zum großen Feuerwerk. Kaum ein Wein kann dies so vollendet und nobel wie ein großer Pinot Noir.