Erntebericht 2016

Der Jahrgang 2016 ist im Keller, die Ernte ist beendet, es ist geschafft. Eine lange, trockene Schönwetterperiode von Ende Juli bis zur Lese hat den Jahrgang nach einem allzu regennassen Start nochmal richtig spannend gemacht. Ab Mitte September wurden die Nächte wunderbar kalt und die Tage mit viel Sonnenschein spätsommerlich warm. Eine Mischung die unsere Rebsorten, allen voran der Riesling, besonders mögen und dabei sehr aromatisch werden lassen.

Am 20. September war Lesestart mit Pinot Noir Trauben für Sekt, Rosé und Rotwein. Unsere Lesestammmannschaft wurde im Vergleich zum letzten Jahr etwas aufgestockt um unsere Schlagkraft zu erhöhen. Wir wollten das Beste aus dem Jahrgang herausholen.

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Die Trauben für Rosé und Sektgrundweine hatten perfekte analytische Werte, schmeckten sehr intensiv. Die Erntemenge lag deutlich unter den Vorjahren, aber in einem noch akzeptablen Bereich.

Pinot Noir Großen Gewächse waren bis zum 24. September gelesen und hier waren wir aufgrund der Geschmackskonzentration der Trauben bei einem potentiellen Alkoholgehalt von 12,5% sehr begeistert. Hier ist die Gärung bereits abgeschlossen und wir können von einem außerordentlichen guten Pinot Noir Jahrgang sprechen.

Die Weißburgunderernte ab dem 28.09. war dann recht ernüchternd, da viele Trauben der Rebkrankheit Peronospora zum Opfer fielen. In zwei Weinbergen hatten wir lediglich 20% des Ertragschnitts der letzten Jahre. Der Weißburgunder aus diesen niedrigen Erträgen wird wohl etwas Besonderes werden.

 

Am 30. September begannen wir recht zaghaft die Rieslinglese. Wir wollten einige frische Partien frühzeitig holen. So richtig in Schwung kam aber die Lese dann mit dem 05. Oktober, wo wir mit Riesling Gutswein Partien die Fässer füllten.

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Nach einer zweitägigen Pause am 07. Und 08. Oktober selektionierten wir hochreife Blaufränkisch Trauben. Hier galt es extrem sauber zu lesen, denn von Sonnenbrand und Oidium befallene Beeren mussten heraus „gepittelt“ werden. Die Mengen sind beim Blaufränkisch gering, aber die Qualität schätzen wir großartig ein. Im nächsten Frühjahr kann man mehr sagen.

Mit dem 14. Oktober wurde der letzte Leseabschnitt eingeläutet. Rotschiefer Partien und Weinberge für die Große Gewächse Riesling wurden fein säuberlich gelesen. Erste Fäulnis trat auf, konnte aber stets aussortiert werden. So richtiger Druck bestand nicht, da die Nächte extrem kühl blieben und alles sozusagen „konservierte“. Die Erntemengen in den Steilhängen waren in diesem Jahr fast höher als in den Direktzuglagen; wie vieles in 2016 anders als sonst.

Die Rieslingmoste, die im Keller schlummern sind bemerkenswert und klar. Die 16er Weine werden im Alkohol etwas niedriger ausfallen, aber dennoch auch Geschmacksdichte haben. Die trockene sonnige Witterung und stets kalten Nächte bei der Reife werden in den Jungweinen tolle Ausprägungen zeigen, was uns alle überraschen wird.

 

Der Jahrgang 2016 ist im Keller, die Ernte ist beendet, es ist geschafft.

Der Jahrgang 2016 ist im Keller, die Ernte ist beendet, es ist geschafft.

Kommentare

  1. Heike

    Glückwunsch zur abgeschlossenen Lese – ich freue mich schon auf den neuen Jahrgang

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