Die Weinlagen.

Stolz sind wir bei St. Antony auf den großen Anteil von Spitzenlagen: Ölberg, Orbel und Pettenthal. Die drei Großen Gewächse von St. Antony sind der spannende Beweis dafür, wie unterschiedlich der Ausdruck von Lagenriesling sein kann. Denn die Herkunft der drei Niersteiner Gewächse beschränkt sich auf einen schmalen Streifen Land mit scheinbar ähnlichen Weinbergsbedingungen. Die Bewirtschaftung ist mühsam, aber die Ergebnisse sprechen für sich.

Heute erzählen unsere Weine ausdrucksvoll, was die Reben am Roten Hang im Boden vorfinden. Der Boden vom Niersteiner Roten Hang wird durch eine einzigartige Geologie, dem so genannten „Rotliegenden“ geprägt. Rote Ton- und Sandsteine wurden über Jahr Millionen überlagert und durch Sedimentation zu Schiefer ähnlichen Steinplatten entwickelt. Der Rhein formte im Laufe der Jahrtausende das Rotliegende zu einem steilen Ost- bis Südosthang. Ein Terrain für große Rieslinge war entstanden.

Die Lagen unserer besten Weine:

Pettenthal

Hier entstehen wahrhaft faszinierende Weine. Der direkte Kontakt zum Rhein und der zum Teil tief reichende Boden des Roten Hangs bewirken beste Wachstumsbedingungen für unsere Rieslinge. Die Weine aus dem Pettenthal erzählen viel von ihrer Herkunft. Sie bestechen durch große Komplexität und eine packende Struktur. Die Weine haben einzigartige exotische Fruchtaromen und eine verspielte Mineralität.

Die Lage Pettenthal teilt sich in drei bis vier Gewanne am Hang, wobei nur die oberen sehr steilen Gewanne die großen Weine hervorbringen. Diese Herzstücke des Pettenthal haben eine Gesamtgröße von 7-8 Hektar, wovon St. Antony ca. 2 Hektar besitzt. Hier beläuft sich die Hangneigung auf bis zu 70 Prozent. In diesen steilen Stücken haben die 30 Jahre alten Reben wenig Erdauflage und die Wurzel drängen sich tief in das zerklüftete Gestein, das teilweise nach 30 cm Tiefe schon anzutreffen ist.

Unseren Nierstein Pettenthal Riesling 2008 finden Sie hier

Ölberg

Der Ölberg teilt sich heute in zwei Teile. Der erste Teil ist eine reine Südlage. Über Jahr Millionen ist hier Feinerde vom Plateau in die nach Nierstein hin auslaufende Weinbergslage erodiert. Die hier wachsenden Weine erhalten Ihre Prägung vom "Rotliegenden". Hier entstehen kraftvolle, tiefgründige Weine, die fast dramatische Züge haben.

Der zweite Teil ist der alte Ölberg, der etwas höher und östlicher liegt als das Auflangen. In einem 0,6 Hektar großen Weinberg stehen unsere 25-jährigen Reben. Weine, die hier wachsen sind feingliedrig und finessenreich. Sie haben zarte florale Noten und sind von eleganter Art. Die Unterschiede zum Auflangen resultieren aus einer etwas anderen windoffeneren Exposition (südostexponiert).

Beide Weinberge fallen heute unter die Bezeichnung Ölberg und beide Einzelstücke steuern ihre Charaktere bei und vereinen sich in einem unverwechselbaren tiefgründigen Wein, der uns den Ausdruck des roten Schiefers auf so wundervolle Weise näher bringt.

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Orbel

Am weitesten vom Rhein entfernt, gedeihen hier die rassigsten Niersteiner Rieslinge. Sie bestechen durch ihr filigranes Säurespiel und ihre opulente Frucht. In den Chroniken des Orts wurde der Flurname Orbel erstmals im Jahre 1386 erwähnt. In unmittelbarer Nähe zur Burg Schwabsburg gelegen, hat sich früh eine Lagenbezeichnung herausgebildet, die ihren Ursprung im heimischen Dialekt hat; denn allgemein wird der Name von "Olber" abgeleitet, einer kräftigen, wüchsigen und temperamentvollen Person. Im ausdrucksstarken Charakter der Orbelweine findet sich dieser Zusammenhang bestätigt. Die Lage erhebt sich markant aus dem umliegenden, leicht hügeligen Gelände und bildet den westlichsten Steilhang des Roten Hangs. Auf seinen flachgründigen Böden aus Rotliegendtonschiefer reifen kleine, eindringlich von Pfirsich- und Zitrusaromen geprägte Trauben. St. Antony besitzt mit seinen 3,3 Hektar die meiste Fläche in dem ca. 6 Hektar großen Herzstück.

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